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Grooming (Pflege)
Obwohl Volumen an Information über den modernen Pekingesen existiert, gibt es
einen Mangel an
Informationen über die Pflege.
Was wir an Ratschlägen finden, ist leider überholt und altmodisch.
Für die, die einen schöne gepflegten Peken haben wollen und lernen möchten,
wie man es richtig tut, habe ich diese Seite geschrieben.
Es ist kein Geheimnis, das unsere Pekingesen ganz besondere Pflege benötigen.
Aber wenn man weiß
wie, ist es kein Problem eine schönen Hund vorweisen zu können. Sollte man
aber keine Lust dazu haben, wäre es angebracht, sich eine andere Hunderasse auszusuchen.
Denn es gibt nichts schlimmeres, als einen geschorenen oder ungepflegten Pekingesen.
Wenn ich unbedingt eine Kurzhaarhund haben möchte, kaufe ich mir einen und schere
nicht meinen Pekingesen. Denn sein Haarkleid ist sein schönster Schmuck.
Ich fange mit der Pflege schon im Welpenalter an und das täglich. Dafür lege
ich den kleinen Kerl mit dem Rücken auf meinen Schoß, nehme ein feuchtes
weiches Tuch und säubere sein Gesicht. Gerade die Region über und unter der
Nasenfalte und die Augen ist sehr wichtig. Abtrocknen nicht vergessen. Dann kommen
die Füßchen dran! Ich gehe mit dem Finger zwischen die Ballen, so kann ich
feststellen, ob sich verhärteter Schmutz oder kleine Steine festgesetzt haben.
Wenn die Haare zwischen den Ballen zu lang sind, schneide ich sie heraus. Ich habe
die Haare an den Füßen nie zu lang werden lassen ca. 3,5 cm. Wenn ich mit
den Füßen fertig bin, nehmen ich eine gute Naturhaarbürste (Mason&Pearson,
teuer aber sehr gut) und bürste das Haar seiner Brust und seines Bauches nach
unten, Richtung Füße und das Haar unter dem Hals zu seinem Gesicht hin.
Nun gucke ich nach, ob sich an seinen Beinchen, unter seinen Achselhöhlen oder
hinter den Ohren Verknotungen gebildet haben. Wenn es so sein sollte, löse ich
diese vorsichtig mit den Fingern. Dann kämme ich die Regionen mit einem Pinkamm
(Metallkamm) aus. Ganz selten gebe ich etwas Babypuder (hemmt Verknotungen) auf diese
Stellen. Ich lege besonderen Wert darauf, das ich meinem Welpe bei der Pflege niemals
weh tue und gehe alles sehr ruhig an. Ich hüte mich davor, an dem Kleinem herum
zu reißen, denn er vergisst solche Aktionen niemals und wird immer ängstlich
sein. Nun inspiziere ich die Ohren, sollte sich dort etwas Schmutz angesetzt haben,
benutze ich einen Wattebausch mit Babyöl getränkt und säubere die Ohrmuscheln,
niemals dürfen die Gehörgänge gesäubert werden. Dann lege ich ihn
auf die eine, dann auf die andere Seite und bürste das Haar in Lagen durch. Wenn
ich damit fertig bin, nehme ich mir den Rücken und die Halspartie vor. Die kleine,
sich bildende Halskrause wird zu seinem Kopf hin gebürstet, der Rücken in
Richtung Rute. Von der letzten Rippe bis zur Rute ziehe ich einen Scheitel, und kämme
die Haare an der Seite herunter. Für die Rute und das Höschen (Hinterteil)
nehme ich wieder meinen Kamm und kämme sie gut durch. Zum Schluss, sprühe
ich eine Hauch Gliss Glanzspray auf Höschen und Rute.
Wenn der kleine Pekingese ungefähr ein halbes Jahr alt ist, verliert er sein Babyfell.
Dieses lose Haar sollten sie vorsichtig heraus zupfen, sonst verfilzt der kleine Kerl.
Ihr Welpe wird sich die erste Zeit vielleicht wehren, oder quicken, das sollte sie
aber nicht beeindrucken (außer, sie haben ihm weh getan), denn Pflege muss sein.
Alle meine Hunde freuen sich, wenn es darum geht gebürstet zu werden und ich hatte
noch nie ein Problem damit. Im Gegenteil, sie freuen sich über die Aufmerksamkeit,
die ich ihnen gebe.
Jetzt kommt es darauf an, ob sie mit Ihrem Pekingesen eine Showkarriere anstreben.
Es gibt da nämlich einige Unterschiede in der Pflege. Wenn ihr Hund keine Ausstellungen
besuchen soll, können sie ihn so pflegen, wie ich es beschrieben habe, auch wenn
er älter ist.
In puncto Showgroomimg, hat jeder Aussteller so seine eigenen Tricks, wie er seinen
Hund für diesen Moment in Hochform bringt.
Auf dem meisten meiner Richterberichte wurde der Pflegezustand meiner Hunde lobend
erwähnt.
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